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Musikgeschichte der für Coverbands relevanten Musikstile

Musikgeschichte

 

Als Musiker einer Unterhaltungsband beschäftigt man sich natürlich mit den Musikstilen der letzten Jahrzehnte, also jenen Genres, die für Tanzmusiker relevant sind. Der folgende Streifzug durch die vergangenen Jahrzehnte erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

 

50er Jahre

Generell lässt sich ein Aufbruch in eine neue Zeit beobachten. In der Filmwelt war es James Dean, der den Rebell verkörperte, im Musikbusiness war es Elvis.

In der 50er Jahren wurde der Rock’n’Roll weltbekannt. Bekanntester Sänger dieser Zeit ist natürlich eben Elvis Presley, der „King of Rock’n’Roll“. Weitere bekannte Musiker dieser Zeit sind unter anderem Jerry Lee Lewis, Buddy Holy sowie Chuck Barry. Als Geburtsstunde wird oftmals Buddy Holly’s „Rock around the Clock“ zitiert.

Weitere Musikstile der Epoche waren der mit dem R’n’R verwandte Rockabilly sowie Soul, welcher vor allem von Ray Charles geprägt wurde.

 

60er Jahre

Die vermutlich bis heute bekannteste Gruppe, die Beatles, stammen aus dieser Zeit. Sie sind die bisher kommerziell erfolgreichste Popgruppe der Musikgeschichte. Als rauer Gegenpart zu den „Fab Four“ wurden die Rolling Stones aufgebaut, dessen musikalische Wurzeln im Blues liegen. Beide gelten als Wegbereiter der Rockmusik.

Aufgrund der Tatsache, dass diese beiden Bands neben vielen anderen heute nicht mehr so bekannten Formationen (wie The Animals, The Birds, The Hollies, The Kinks usw..) die amerikanischen Charts dominierten, sprach man auch von der „British Invasion“.

Parallel dazu erreichte die Hippie-Bewegung (oft auch Flower Power genannt) als Gegenkultur mit den Ikonen und Rockstars Jimi Hendrix und Janis Joplin Ende der 60er Jahre ihren Höhepunkt. Symbolisiert wurde dieser mit dem Musikfestival „Woodstock“, welches gleichzeitig das Ende einer musikalischen Ära mit sich brachte.

 

70er Jahre

Die Genrevielfalt wurde nun immer größer. Einerseits formierte sich Disco als eigenes Genre. Die Wurzeln lagen im schwarzen Funk und Soul (James Brown). Stilprägend waren Abba, die Bee Gees und Donna Summer. Vor allem auf die Tanzbarkeit mit einem gleichbleibenden Beat (Groove) wurde nun Wert gelegt. Analog dazu war der Film „Saturday Night Fever“ mit John Travolta in der Hauptrolle ein Kassenschlager in den Kinos und gilt bis heute als Klassiker.

Krasser Gegensatz hierzu waren die Pioniere des Hardrocks, namentlich Deep Purple und Led Zeppelin, die auch schon Ende der 60er mit technisch anspruchsvollen Stücken und langen improvisierten Instrumentalpassagen auf sich aufmerksam machten. Zahlreiche weitere Subgenres wie Glitter-/Glamrock (David Bowie), Latin Rock (Santana), Jazz-Rock (Miles Davis), Progressive Rock (Pink Floyd) und Folk (Bob Dyan) entstanden.

Einen weiteren Kontrapunkt zu den Discogruppen, aber auch zu den Rockbands, stellten Ende der 70er Jahre die Punkbands mit den Sex Pistols und The Clash dar. Weitere Stile des Jahrzehnts waren der Raeggae mit Bob Marley sowie die New Wave Bewegung mit Patti Smith und Blondie.

 

80er Jahre

Der Begriff „Pop“ etablierte sich nun als eigenständige Musikrichtung. Michael Jackson wurde auch durch seine herausragende Tanzshows zum „King of Pop“. Sein Album „Thriller“ ist das bis heute am meisten verkaufte der Geschichte. Sein Gegenspieler war der Sänger und Ausnahmemusiker Prince. Sämtliche Genregrenzen wurden hier gesprengt, verschiedenste Elemente gemixt, vor allem elektronische aber als auch dem Hardrock entnommene.

Die Neue Deutsche Welle war parallel dazu im deutschen Sprachraum äußerst beliebt. Ihr größter Star war Nena.

Gleichzeitig wurde der Begriff Metal vor allem durch das Quartett Metallica bekannt gemacht. Die softere Variante wurde als Pop Metal (auch Glam Metal) bezeichnet. Bon Jovi startete als typische Band dieses Genres und entwickelte sich dann im Laufe der Jahre zur Stadionrock Band. Weitere Bands, die jetzt mit ausgedehnten Touren große Arenen füllten, waren unter anderem das durch große Vielfalt gekennzeichnete britische Quartett Queen mit ihrem charismatischen Frontman Freddie Mercury sowie AC/DC, bei denen das Songwriting vergleichsweise einfach gehalten wurde.

Der Musiksender MTV ging Mitte der 80er auf Sendung, Musikvideos wurden deshalb immer wichtiger. Viele neue Stars wie zum Beispiel Madonna starteten ihre Karriere auf diesem Sender.

 

90er Jahre

Musikstile, die auf elektronische Hilfsmittel setzen, wurden zunehmend populärer. Vor allem Techno wurde zu einem Massenphänomen. Durch das Verfremden und letztendlich Komponieren eigener Stücke wurden DJs, die davor ausschließlich bereits vorhandene Songs im Original auflegten, zu Stars. Auch Hip Hop, welches als zentrales Stilmittel den Rap etablierte, wurde für eine große Zielgruppe relevant. Die sogenannten Gangsta-Rapper trugen ihre Rivalität öffentlich aus, bei dem es sogar zu einem sehr bekannten Todesfall (2Pac) kam.

Gecastete Boy- und Girlbands (Take That und Spice Girls) waren allgegenwärtig und konnte ein sehr großes und junges Zielpublikum begeistern. Auffällig war das junge Alter der Gecasteten. Einige dieser Teenie-Idole sind bis heute als Solokünstler erfolgreich (Robbie Williams, Justin Timberlake).

In der Independent Szene wurde der Britpop mit Oasis aber auch der Grunge mit Nirvana zum weltweiten Exportschlager. Letzterer verlor mit dem sagenumwobenen Tod von Kurt Cobain seine Ikone und damit an Strahlkraft.

Im Bereich der härteren von Heavy Metal abgeleiteten Musik kristallisierten sich weitere Subgenres wie Death Metal, Crossover und Nu Metal heraus.

Musikfestivals, die in mehrtägigen Exzessen mündeten, wurden zu Massenereignissen.

 

2000er Jahre

Anfang der 00er Jahre dominierten Castingshows im Fernsehen. Bekanntestes Format war die britische Ausgabe Pop Idol. In vielen weiteren Ländern gab es Pendats dazu. Den meisten Gewinnern blieb aber ein dauerhafter Erfolg verwehrt. Außerdem gewann das Internet (vor allem mit dem Videoportal You Tube) als Träger von Musik mehr und mehr an Bedeutung.

Die 2000er waren außerdem das Jahrzehnt der Popsängerinnen. Stars wie Britney Spears, Christina Aguilera, Lady Gaga, Adele oder Rihanna erklommen den Pop-Olymp.

Die Tradition des Gangsta-Rap führte mit Eminem erstmals ein weißer Musiker fort. Er war in diesem Jahrzehnt der erfolgreichste Künstler der USA.